Druckkammerseminar am 09.10.2010 in Wetzlar

Am Freitag, den 08.10.2010 machte sich ein kleines Team von drei Tauchern aus Rostock auf den langen Weg von Rostock nach Wetzlar (Doris und Robert vom TSC sowie Carsten vom Landesverband und dem TCO).

Ziel war zunächst die Jugendherberge in Wetzlar, wo man sich abends mit Christine aus Franken traf, um am nächsten Tag im HBO-Zentrum Mittelhessen beim Taucherarzt Wolfgang Hühn ein Druckkammerseminar durchzuführen. Dazu gesellte sich am Samstag noch ein Pärchen aus Essen sowie eine Medizinstudentin aus Gießen, so dass insgesamt sieben Teilnehmern an der Veranstaltung teilnahmen. Nach einer hochinteressanten Einführung in die Geschichte und Funktionsweise von Druckkammern durch Wolfgang, erfolgte im Anschluss ein Rundgang durchs Institut mit einer ausführlichen Erläuterung der Druckkammer und der erforderlichen Peripherie, wie Steuerstand, Kompressor und Gasversorgung. Als beruhigend wurden die diversen Redundanzen der Anlage empfunden.

Ein nicht minder interessanter Vortrag über das Thema „Angst beim Tauchen“ rundete den Vormittag ab, nachdem es dann nach einer ausführlichen Erläuterung über den Ablauf der Druckkammerfahrt in die „Blechbüchse“ ging. Unter lautem Getöse erfolgte nun eine Druckerhöhung auf 6 bar, entsprechend einer Tiefe von 50 m; diese dauerte etwa 5 Minuten. Die folgenden 10 Minuten bei dicker Luft und tropischen Temperaturen waren gespickt mit diversen Spielchen, die für Erstaunen und reichlich Gekicher sorgten, sowie einfachen aber dennoch gemeinen Rechenaufgaben, die unter diesen Bedingung praktisch nicht fehlerfrei zu bewältigen waren. Dennoch wurden wir von Wolfgang als vergleichsweise langweiliges Team bezeichnet, da er unter dem beschriebenen Druck angeblich schon heftigere „Partys“ erlebt hat. Beim anschließenden endlosen und kalten Aufstieg mit diversen Dekostopps und Sauerstoffatmung ab 12 m, erreichten wir nach über einer Stunde wieder den Normaldruck. Die diversen Erlebnisse wurden bei Pizza und Salat ausgewertet. Eines sollte an diesem Mittag jedem Teilnehmer bewusst geworden sein: 40 m sind definitiv genug!

Ein abschließender Vortrag von Wolfgang über das Verhalten beim Tauchunfall und der HBO-Therapie rundete den Tag ab.
Abends genoss die Gruppe noch eine Sightseeing-Tour durch das pittoreske Wetzlar, mit seine vielen Fachwerkhäusern und Gässchen. Das gemeinsame Abendessen und gemütliche Beisammensein bei Bier und Wein machten aus dem Seminar eine rundum gelungene Veranstaltung.
Unser Dank gilt Wolfgang, für die interessanten Stunden und seine ausgeprägte Gastfreundschaft.

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