Rostocker Orientierungstaucher gewinnen EM-Titel

Insgesamt sechs Medaillen für das Rostocker-Quintett

Die Orientierungstaucher des TSC Rostock 1957 haben bei den Europameisterschaften im spanischen Plasencia für herausragende Ergebnisse gesorgt. Bei schwierigen Bedingungen, mit nur einem Meter Sichtweite und Strömung, konnten sich die fünf Hansestädter gegen die internationale Konkurrenz aus elf Nationen im Granadilla-Stausee hervorragend in Szene setzen und insgesamt sechs Medaillen gewinnen.

Erfolgreichster Starter aus Rostocker Sicht war Routinier Jan Zeggel, der die Heimreise mit einem kompletten Medaillensatz im Gepäck antreten konnte. Gemeinsam mit seinem Vereinskollegen Uwe Etzien sowie den Delitzschern Daniel Sonnekalb und Willi Krause siegte er in der Disziplin Mannschaftstreffübung (MTÜ) vor der Ukraine und Tschechien. Mit dem insgesamt vierten EM-Titel aus den letzten fünf kontinentalen Titelkämpfen untermauerte das deutsche Herren-Quartett eindrucksvoll die Überlegenheit in dieser Disziplin. Vereins- und Bundestrainer war angesichts der Leistung ebenfalls aus dem Häuschen: „Eine klasse Vorstellung der Jungs, bei diesen schwierigen Bedingungen die Nerven zu behalten.“
Auch der Start in der Disziplin Mannschaftsorientierung nach Karte (Monk), bei der das Duo Zeggel/Sonnekalb als Titelverteidiger an den Start ging, war von Erfolg gekrönt. In einem hochklassigen Wettkampf sicherten sie sich Rang zwei hinter der Mannschaft aus Kasachstan. Im Parallel-Kurs schaffte Zeggel mit Rang drei dann auch den Sprung auf das Podium im Einzel, nachdem er mit Platz vier im Punkte-Kurs die angepeilte Einzelmedaille noch knapp verpasst hatte.

Mit Paula Krüger und Lisa Schäfer sorgten zwei weitere Rostocker EM-Teilnehmer im Parallel-Kurs mit einem Doppelsieg für Furore. Bei den gleichzeitig ausgetragenen Jugend-Europameisterschaften siegte Krüger sensationell vor Schäfer, nachdem sie sich bei ihrer ersten internationalen Meisterschaft in den Vorläufen gegen die zum Teil deutlich erfahrene Konkurrenz durchgesetzt hatte. Zuvor hatte Krüger im M-Kurs bereits die Silbermedaille gewonnen. Winkler fehlten nach dieser Leistung fast die Worte: „Mit einer Medaille hatte ich schon geliebäugelt, aber der Titelgewinn ist der Wahnsinn! Es freut mich wirklich sehr, dass Paula ihre Trainingsergebnisse dieses Mal auch im Wettkampf umsetzen konnte.“

In der Damenkonkurrenz erzielte Katharina Benck, die durch eine Knieverletzung gehandicapt an den Start ging, mit Rang sechs im M-Kurs das beste Einzelergebnis der Titelkämpfe aus deutscher Sicht. Gemeinsam mit Babette Fürstenberg (Babelsberg) belegte sie zudem Platz fünf in Monk.

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