Nitrox TL2 – Ein Teilnehmerbericht des Vorbereitungs-Wochenendes

Nachdem sich alle bereits einmal im Vorfeld online kennenlernen dürften (in dieser Hinsicht hatten die Auswirkungen von Covid auf die Professionalität von Online-Veranstaltungen auch ihr Gutes), stand nun in Hemmoor das vis-a-vis an. Dafür trafen sich die drei Ausbilder Lars, Georg und Jürgen am Kreidesee mit den 7 Nx TL2 Aspiranten am 14.04.23 bei zu dem Zeitpunkt noch optimalen äußeren Bedingungen. Die Anreise gestaltete sich (wie immer freitagnachmittags) als äußerst spannend und von der einen oder anderen verkehrstechnischen Herausforderung geprägt. Trotzdem waren alle Beteiligten pünktlichst zu 18 Uhr auf dem Gelände.

Nach einem kurzen Intro zum Ablauf des Wochenendes ging es erst einmal an die Geräte – der typische Ablauf technischer Seminare 😉

Unter dem Strich wurde konstatiert, dass zumindest die Ausrüstung grundsätzlich für das anstehende Wochenende geeignet schien. Danach ging’s für das Abendessen zum örtlichen Italiener, wo gefachsimpelt aber auch gelacht werden konnte.

Samstag ging’s dann auf an und in das Wasser. Der Sonnenschein von Freitag war ca. 5° Lufttemperatur bei beständigem Nieselregen gewichen. Trotzdem wurde in drei Teams der anstehende Tauchgang gebrieft. In den nach dem üblichen GET READY 67 bis 107 Minuten – je nach Team – folgten Basic 5, oog, Ventilmanagement, Flossentechniken, Stage- und weiteres Material-Handling. Die 7-8° Wassertemperatur halfen hier allerdings nicht bei allen Übungselementen.

Nach dem Tauchgang ist vor dem Tauchgang, also folgte dem Nachbriefing das Vorbriefung für TG2. Das Wetter hatte inzwischen ein Einsehen und zumindest der Nieselregen war gänzlich verschwunden. Doch bevor es ins Wasser ging, wurden die Gase des Tauchgangs analysiert. Nachdem im Vier-Augen-Prinzip alles geprüft war, wurde ein Mix auserkoren, nochmals alle Messgeräte vor Ort versorgen zu dürfen. Dabei waren sich die meisten Geräte im Bereich +/-1% O2-Anteil einig (48,6…50,6 Vol.-% O2). Jedoch stach ein Analysator mit knapp 4% Unterschätzung deutlich heraus und hätte ggf. eine Neuplanung des Tauchgangs zur unmittelbare Folge. Von daher heißt es immer: Konservativ herangehen und Kopf einschalten (vgl. auch VDST sporttaucher 4/2022 unter https://www.vdst.de/ueber-uns/wichtig/vdstsporttaucher).

Wieder im Wasser wurde wiederholt, die Partnerrettung mit schwerem Equipment geprobt (und gefilmt – https://youtu.be/FGfGFl9NVQg) und weiter geübt.

Nach den Auswertungen, teils mit Hilfe Videomaterial der Tauchgänge (so lassen sich die eigenen Potentiale oft besser sehen, verstehen und beurteilen), folgte ein Exkurs in die Deko-Theorie und die Nutzung von Software-Tools zu Berechnung von Deko-Plänen und Run Time. Anschließend ging es zum Grillen mit knackig leckeren Pommes über.

Die Ansage „Sonntag Treff um 08:30 und Tauchgang nach Run Time“ sorgte für regen Austausch und noch einer Berechnungssession der Anwärter. Diese wurde am Sonntagmorgen noch finalisiert. Das Ergebnis war aber zufriedenstellend und der anschließende TG wurde entsprechend aufgestellter Run Time inklusive aller Gaswechsel als Team zur Zufriedenheit der trocken gebliebenen Prüfer durchgeführt.

Nach der obligatorischen Auswertung des TG folgten Einzelgespräche mit entsprechender Kritik. Damit waren dann auch alle Teilnehmer wieder auf Prüfungskurs gebracht.

Die sonntägliche Rückfahrt gestaltete sich dann auch wesentlich entspannter.

Vielen Dank an unsere Ausbilder aber auch an alle Teilnehmer für ein spannendes und interessantes WE.

Text: R. Bank Bilder: R. Bank

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